Fotografie: Tobalo - AL08

19. - 26.Nov 2011

Woher kommen wir und wohin gehen wir?
Oder: Wer bin ich?



Diese Frage stellt sich der in Bochum lebende Fotograf, Cristóbal Márquez, alias Tobalo, mit seiner Fotoserie – AL08 – die er in seinem Herkunftsort Almeria („ … , the city where the Sun passes the winter.“ - Rodolfo Lussnigg) 2008 realisiert hat.

Auf 26 Farbfotografien stellt er in einer Raum-Zeit-Erzählung den Alltag und ihre Besonderheiten dar. Die Utopie einer Stadt und die Stille einer Landschaft werden so zB, über Äußerungsformen menschliches Empfindens emotional gegenübergestellt.
Den anfänglichen Eindruck untermauern oft kleine geheime Botschaften – die der Besucher der Ausstellung vom 19. bis 27. November auf die Spur kommen kann.

Eröffnung: 19. Nov, 19 Uhr
Es erscheint ein Katalog
für die Ohren:
funkloch Gerald
1/4 von utopia:banished halfplugged 

Ausstellung: bis 26. Nov
Öffnungszeiten: Do und Sa 12 bis 18 Uhr

Über die Öffnungszeiten hinaus können unter 01631974453 weitere Besichtigungstermine vereinbart werden.

tobalo.de

Klang: FABIO ORSI & N

26.Nov 2011

Ambient und Drone Sounds

Fabio Orsi kommt aus Italien und ist zurzeit in Berlin ansässig, seine Songs entstehen entweder auf der Gitarre oder durch kreatives abmischen von Field Recordings am Rechner. Dabei legt sich Orsi nicht auf einen bestimmten Sound fest, so dass sein Oeuvre zwar in der Gesamtheit mit Drone und Ambient beschrieben werden kann, er sich aber auch teils in minimalistischen Elektronikgefilden oder auch in treibenden Postrocksounds wiederfindet. Freunde experimenteller Instrumentalsounds kommen hier auf jeden Fall auf ihre Kosten.

Zweiter im Bunde ist N alias Hellmut Neidhardt, der regelmässigen Lesern dieses Magazins als Musiker und Schreiberling bekannt sein dürfte. N eröffnet den Abend mit seinen Gitarrendrones, die wie aus dem Nichts durch seine Marshallboxen hallen und sich zu Dronelandschaften, Dronegebirgen auftürmen. Mal ruhiger, mal lauter nehmen die N-Sounds den Hörer wie eine Nebelschwade ein.

Und wer weiß, vielleicht spielen die beiden auch ein gemeinsam improvisiertes Set. Kommt und findet es raus…
 
26. November 2011
Einlass: 20 Uhr
Beginn: 20:30 Uhr

N

(Textquelle: thepostrock.de)

Zeichnungen: Ilter Rezan - Noahs Söhne

28.Okt - 12.Nov 2011

Ilter Rezans Arbeiten dieser Ausstellung sind in den Jahren 1995 bis 2000 entstanden. In diesen Jahren reiste er regelmäßig mindestens zwei Mal monatlich von Süddeutschland nach NRW.



Während dieser Zugreisen, die ja viel Zeit in Anspruch nahmen hat er in einem kleinen quadratischen Ringheft diese Zeichnungen geschaffen.
Vor ungefähr einem Jahr hat er diese Zeichnungen her vorgeholt und weiter bearbeitet. Es sind Zeichnungen, die dem unterdrückten, seines Selbst beraubten Menschen gewidmet sind.
Die Vielzahl der – im doppelten Sinne gezeichneten Gesichter symbolisiert die weltweit verbreitete Gewalt der Unterdrückung und Folter. Auch das Morden gehört zu dieser Welt. Es ist kein Zitat der Vergangenheit, das man als Geschichte abtun kann. Es ist die Gegenwart, die der Künstler uns zeigt. Manche Gesichter sind noch bewegt, aber ihre Mehrheit ist in sich verschlossen, teilweise völlig ausgelöscht. Diese Menschen sind nach innen gekehrt, ihr Schmerz, ihre Qualen so tief eingedrungen, dass man niemandem mehr Einblick gewähren kann.
Wir erkennen in verschiedenen Zeichnungen typisierte Gesichter, der Mann, der seinen Kopf nach hinten legt, Haltungen, die wiederkehren.

Figuren, deren Konturen zueinander keinen Abstand haben, teilweise miteinander verwachsen scheinen. Das Individuum existiert nicht mehr, teilweise übernehmen die Körper die Textur des Umfelds. Doch ist die Haltung aufrecht, die letzte Kraft der Würde.

Die seltenen architektonischen Andeutungen sind abweisend und bedrohlich, verweisen auf die Vergangenheit. Selbst die wenigen Wiedergaben der Natur erscheinen befremdlich und gestaltet von dieser Welt der Gewalt.
Ilter Rezan wäre kein Künstler, wenn er in diesen Zeichnungen nicht auch technisch und darstellerisch experimentiert hätte. Linien, Schraffuren, flächiges Ausarbeiten, Verwischungen – die Techniken variieren und lassen das Auge überrascht die Vielfalt der Darstellungen wahrnehmen.

Die Arbeiten zeugen von tiefem Verständnis und großer Empfindsamkeit gegen die Unterdrückung in unserer Welt. Es ist das Universelle dieser Arbeiten, das Erschütterung auslöst und das Thema der Menschenrechte aktualisiert.

Ewa Maria Szatkowska

Vernissage: 28.10.2011 19 Uhr
Einführung von Ewa Szatkowka
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog
Musik zur Ausstellungseröffnung: Çarnewa

Öffnungszeiten:
Do und Sa 12-18 Uhr
Ausstellungsdauer bis 12.11.2011